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Hegering Siebengebirge - Aktuelles

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ASP rückt näher – Von Boppard bis Köln sind es 89 km

Seit nunmehr 10 Jahren beobachten wir wie die ASP über das Baltikum kommend, sich immer weiter nördlich und westlich ausgebreitet hat. Zum Teil mit unwissentlicher Unterstützung von Jägerinnen und Jägern oder auch über mitgebrachte Verpflegung der LKW-Fahrer aus den betroffenen Gebieten, die das Virus entlang der Autobahnrouten weiterverteilten.

Am 29. November 2024 ist nun am Rhein bei Boppard ein totes Wildschwein angeschwemmt worden, welches positiv auf die ASP getestet wurde. Da dies als sogenannter „Schwimmeintrag“ angesehen wird, werden keine Sperrzonen errichtet.  

Die Afrikanische Schweinepest wird durch ein Asfi-Virus hervorgerufen, das zu den behüllten Viren gehört. Das Virus überlebt in der Umwelt: bis zu 70 Tagen im Blut (Raumtemperatur), bis zu 18 Monaten im gekühlten Blut. In Lebensmittel: bis zu 30 Tage in Salami, bis zu 6 (!) Jahren in tiefgekühltem Schweinefleisch. Zum Übertragen des Virus genügt 1 Tropfen Blut.

Das Ministerium hat zur ASP nun ein Informationsschreiben verfasst, welches von uns via E-Mail an unsere Mitglieder weitergeleitet wurde. Wir bitten um Beachtung und um größtmögliche Hygienemaßnahmen bei den derzeitigen Gesellschaftsjagden. Eine Liste von Desinfektionsmitteln gibt es hier: https://www.desinfektion-dvg.de/dvg-desinfektionsmittellisten/tierhaltung (Spalte 7b)

Empfohlen wird die Kontamination von Jagdausrüstung, Jagdhunden, Autos etc. mit Blut zu vermeiden. Die Hände nach Kontakt zu toten Wildschweinen vor Verlassen des Reviers zu waschen und zu desinfizieren. Die Verwendung von Einmalhandschuhen sollte obligatorisch sein. Die Kleidung sollte nach Kontakt zu toten Wildschweinen gewechselt und mit mindestens 60 ° C mit Waschpulver gewaschen werden.
Bei der empfohlenen Temperatur sollten nicht nur die Viren nicht überleben, sondern auch die Kleidung nicht. 😉
Schuhwerk vor dem Verlassen des Reviers wechseln, reinigen und desinfizieren. Fahrzeuge = Waschanlage. Insbesondere Kontaminationen mit Blut sollten unbedingt sorgfältig entfernt werden.

Zudem gab es am 10. Dezember 2024 eine Zoom Infoveranstaltung des Rheinisch Bergischen Kreises, des Oberbergischen Kreises und des Rhein Sieg Kreises für Revierinhaber. Die 146 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten eine sehr gute und informative Veranstaltung.  Es wurden verschiedene Maßnahmen vorgestellt und um die aktive Mitarbeit der Jägerinnen und Jäger geworben. Ohne uns geht es nicht. Revierinhaber werden gebeten bereits jetzt eine Revierkarte vorzubereiten, mit den folgenden Infos: Tageseinstände des Schwarzwildes, Wechselverhalten / Fernwechsel, Suhlen, Feuchtgebiete, Bäche, Flache Gewässer, Kirrungen.

Sollte es zu einem Ausbruch der ASP in einem der Gebiete kommen, wird die Wildtierseuchen- Vorsorge- Gesellschaft mbH von der zuständigen Behörde mit den entsprechenden Maßnahmen wie das Betreiben einer Einsatz- und Kadaversammelstelle, die Kadaversuche, Kadaverbergung mit Beprobung, Zaunbau und Zaunüberwachung in der Kernzone beauftragt werden. In der Kernzone, in der dann Jagdruhe herrscht, wird der Einsatz von Saufängen als eine von vielen besonderen jagdlichen Maßnahmen erfolgen. Dazu wird es besonders geschulte Jagdeinheiten ASP geben, die bisher aus Landesbediensteten bestehen. 

Einen Ausbruch der ASP gefolgt von Sperrzonen hier im Rhein Sieg Kreis können und wollen wir unter allen Umständen vermeiden, daher gilt es weiterhin die Sauen scharf und erfolgreich zu bejagen.

Anna Maria Müller

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Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. - Hubertusmesse 2024

Die Hubertusmesse am 3. November 2024 in der Kirche St. Johann Baptist in Bad Honnef war ein ganz besonderer Moment des Zusammenkommens und der Besinnung – eine Feier zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger, Hubertus. Die feierliche Messe wurde von den Bläsern des Hegering Siebengebirge unter der Leitung von Johannes-Martin Hoffmann musikalisch begleitet. Ihre festlichen und klangvollen Stücke erfüllten das Gotteshaus mit einer eindrucksvollen Atmosphäre und schufen eine eindrückliche Verbindung zwischen Natur und Spiritualität. 

Im Zentrum der Messe stand das Evangelium des Tages: "Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen

Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden." Diese Worte schufen den Leitfaden für die Predigt von Pfarrer Torsten Kürbig, der die Gläubigen dazu ermutigte, das Gebot der Nächstenliebe tiefer zu bedenken. 

In seiner Predigt hob Pfarrer Kürbig hervor, dass oft der zweite Teil des Gebots übersehen werde: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Nur wenn es uns selbst gut gehe, könnten wir mit ganzer Kraft für andere da sein, betonte er. Diese Worte richteten sich auch an die Jägerinnen und Jäger, die oft unermüdlich für die Gemeinschaft und die Natur im Einsatz sind. Gerade in Zeiten zahlreicher Wildkrankheiten wie Myxomatose, Blauzungenkrankheit und Afrikanischer Schweinepest sind sie wichtiger denn je, um das Gleichgewicht in der Natur zu bewahren. Ihr Dienst, ihre Fachkenntnisse und ihr persönlicher Einsatz stellen eine unverzichtbare Unterstützung für die Allgemeinheit dar. 

Die Kirche selbst war ein stimmungsvolles Bild des Herbstes. Viele fleißige Helferinnen und Helfer hatten sie liebevoll geschmückt, sodass sich die Besucher umgeben von Farben, Formen und Naturmaterialien in die Atmosphäre der Jahreszeit hineinfühlen konnten. Als besondere Geste durften die Gläubigen die herbstliche Dekoration am Ende der Messe mit nach Hause nehmen, ein Zeichen des Teilens und des Beisammenseins, das den Geist der Messe noch lange in die Herzen trug.

So war die Hubertusmesse in St. Johann Baptist eine Hommage an die Liebe zur Natur, den Respekt vor der Schöpfung und das Miteinander in der Gemeinde. Ein Fest des Glaubens, das Kraft und Zuversicht spendete und die Verbundenheit der Menschen untereinander und zur Natur zum Ausdruck brachte.

Anna Maria Müller

 

 

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Über die Hubertusmesse

Die Hubertusmesse, die wir heutzutage hören, hat ihre Wurzeln in Frankreich und in den französisch sprechenden Gebieten Belgiens. Traditionsgemäß gingen die Jäger dort am Hubertustag, dem 03. November, in die Kirche, um zu Ehren des Schutzpatrons der Jagd, dem Heiligenden Hubertus, eine Messe zu feiern. In die Messe nahmen sie ihre Hörner mit. Dies waren Parfocehörner (Hörner, die beim Ritt zu Pferd über der Schulter getragen werden konnten), die Vorgänger des heutigen symphonischen Waldhorns, in England auch French Horn genannt.

Aus den Signalen, die ursprünglich zur Verständigung während der Jagd dienten, entwickelten auch durch die immer exzellentere Beherrschung der Instrumente mehrstimmige Spielstücke.

Anfang 1900 wurden die verschiedenen Spielstücke von mehreren Franzosen gesammelt und so zusammengestellt, dass damit eine musikalische Begleitung einer Messe möglich wurde. Die bekannteste Ausgabe davon, die 1934 erschien, ist „La Grande Messe de St. Hubert“ für Parforcehörner von Jules Cantin. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam diese Komposition nach Deutschland, allerdings mit wenig Akzeptanz. Dies änderte sich erst als Reinhold Stief in den sechziger Jahren mehrere Sätze dieser Sammlung für seine Kurpfälzer Gruppe bearbeitete. In der Folgezeit bearbeiteten und veröffentlichten noch andere, wie zum Beispiel Herbert Neuhaus und Michael Welsch, die Cantin-Version. 

Ab dem Jahr 2006 bearbeitete Annette Calkin, die in diesem Jahr verstorbene ehemalige musikalische Leiterin der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Siebengebirge, die bekannten Versionen der Hubertusmesse unter Berücksichtigung der hier gespielten Instrumente, den Ventil-Plesshörnern und den Schalt-Parforcehörnern. 

Es gibt keine kanonisierte Hubertusmesse sondern lediglich die Tradition, nach einer Jagd die Messe zu feiern. Deswegen hat jede / jeder musikalische Bearbeiter/in seine eigenen Vorstellungen eingebracht. Deshalb hat auch die Jagdhorn-Messe der Jagdhorngruppe des Hegerings Siebengebirge ihren eigenen Stil und Klang.

Johannes-Martin Hoffmann  

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Aujeszky bei Wildschweinen

Nach Informationen aus verschiedenen Richtungen hat die Amtsveterinärin des Rhein-Sieg-Kreises bestätigt, dass sie über den Oberbergischen Kreis informiert wurde, dass dort bei einem Wildschwein das Aujeszky-Virus festgestellt wurde.

Die Befunde der Aujeszky-Beprobungen sind nicht ganz selten. Denn auch nach überstandener Erkrankung weisen die Tiere Antikörper auf. Übertragbar ist das Virus nur in der aktiven Phase.

Für Hunde ist das Virus, wenn sie sich infiziert haben, tödlich. Auch wenn jährlich nur wenige Hunde an dem Aujeszkyschen Virus versterben, sollte ein direkter Kontakt unserer Jagdhunde mit Wildschweinen und zwar allen Körpersekreten der Tiere vermieden werden. Rohes Wildschweinfleisch sollte von den Hunden nicht verzehrt werden.

Der Oberbergische Kreis und auch der Rhein-Sieg-Kreis werden eine Pressemmitteilung veröffentlichen.

Sowie uns diese vorliegt, werden wir sie weiterleiten.

Susanne Wellmann

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Mit Power Bank und Walkie Talkies.

In den vergangenen beiden Jahren sind unsere Kitzretterteams zu einer sehr professionellen schnellen Einsatztruppe geworden. Dabei kommen nicht selten 2-3 Einsätze pro Tag hintereinander, wenn das Wetter gut ist und die Landwirte alle zeitgleich mähen wollen.

Durch die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Teams durch die LVM und Ihrer Versicherungsagentur Richard Radermacher aus Königswinter, konnten in diesem Jahr erstmalig eine Eco Flow Power Bank und 2 Walkie Talkie Sets zum Einsatz kommen.

Wer schon einmal bei einem morgendlichen Kitzeinsatz dabei war, hat direkt den großen Nutzen der Neuanschaffungen sehen können. Bisher mit jeweils einem Handy am Ohr ausgerüstet, starteten der Pilot und die „Läufer“ Richtung vermutlicher Liegestelle der Kitze. Bei dem zum Teil hohen Gras, (Wo ist es? Du stehst direkt davor!) ist es eine große Hilfe wenn durch die Walkie Talkies beide Hände frei sind, um vorsichtig das Gras zu teilen und das Kitz in den bereitstehenden Wildrettungskarton zu stellen.

Die Drohnen mit den Wärmebildkameras sind für die Kitzrettung aus der heutigen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Der Zeitaufwand für uns Jägerinnen und Jäger ist enorm gesunken und die Erfolgsbilanz beachtlich.

Anna Maria Müller

Kitzrettungsteam Hegering Siebengebirge e.V.

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Lernort Natur unterwegs

Auch in diesem Jahr war die „rollende Waldschule“ wieder beim Frühlingsmarkt „Fühl dich Frühlich“ am 14. April in Bad Honnef präsent. Das Wetter spielte Gott sei Dank mit, einige kleine Regentropfen konnten den Besucherandrang nicht beeinflussen. Für zahlreiche Kinder, aber auch Erwachsene war es aufschlussreich von fachkundigen, engagierten Jägerinnen und Jägern Bekanntes und Neues über unser heimisches Wild zu erfahren.

Das Kitz in der Kitzretterbox faszinierte viele kleine und große Besucher. Dieser Aspekt der Hege war vielen Erwachsenen nicht bewusst.

Der 1. Mai wurde traditionell von der Jägerschaft Siebengebirge mit einem kleinen Konzert der Jagdhornbläser und der „rollenden Waldschule“ beim VVS auf der Margaretenhöhe begrüßt. Das Wetter war traumhaft.

Die Besucher wurden über die Tradition und die Bedeutung der Jagdsignale beim Jagdbetrieb, durch Moderation von J. Rohner informiert. Peter Lindlar begrüßte das Publikum, bedankte sich beim Hegering für die Unterstützung und stellte die Zusammenarbeit der Jägerschaft und die Naturschutzarbeit beim VVS heraus. Es war rundherum eine gelungene Veranstaltung.

Ich bedanke mich bei den Helfern für den Einsatz Lernort Natur und den Bläsern, die wie ich, am Morgen schon sehr früh aufgestanden sind.

J. Rohner Obmann Lernort Natur

 

 

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Bläserhutabzeichen – Das Üben wurde belohnt

Unter dem freundlichen fachkundigen Blick von Stefan Walterscheid, Obmann für jagdliches Brauchtum der KJS, traten am 24. April 2024 fünf Teilnehmer unseres Hegeringes zur Prüfung für das Bläserhutabzeichen des LJV NRW an.

Die per Losentscheid gezogenen 5 Stücke, eine Auswahl aus 14 Jagdsignalen, wurden dabei im Einzelvortrag auf dem Fürst Pless Horn gespielt. Zum Teil unsichere Blicke nach dem Studium des Loses machten die Runde. Wie war das noch mit „Treiber in den Kessel“, oder „Flugwild tot“?  Auch wenn wir im Leben schon so manche Prüfung bestanden haben, ein Einzelvortrag ist schon eine Herausforderung.
Durch die gute Vorbereitung von Jochen Rohner und Tom Schönwald haben alle die Prüfung erfolgreich bestanden.

Ab jetzt treffen wir uns dann um 20.00 Uhr bei den „Grossen“ Gebrauchsbläsern. Eine gesellige Runde, bei der neben dem Blasen auch der nicht nur jagdliche Klön hoch im Kurs steht.

Für Alle, die das Blasen des Fürst Pless Horns erlernen möchten: Der nächste Kurs beginnt im Juni.

Anna Maria Müller

Bläserhutabzeichen 2024 - Prüfung erfolgreich absolviert.

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Hinweis zur Kitzrettung

Bitte um Hinweise auf bevorstehende Mahd

Der Hegering Siebengebirge e.V. bietet auch in der nunmehr 3. Saison die Kitzrettung mit Drohnen an.
Kontakt über: Joachim Rohner  Tel.: 0172-2 55 92 98 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kitzrettung ist unabdingbar. Sie folgt dem Tierschutz, der in Art. 20a Grundgesetz als Staatsziel festgeschrieben ist.

Die Jägerschaft unterstützt daher die Landwirte aktiv bei der Rehkitzrettung vor dem Ausmähen. Grundlage für unsere Unterstützung ist die rechtzeitige Mitteilung der Landwirte oder Lohnunternehmer, wann die Wiesen im jeweiligen Jagdrevier gemäht werden.

Wir erinnern daher an dieser Stelle an die Verpflichtung zum Tierschutz und gegenüber den Rehkitzen und bitten um rechtzeitige Informationen an die Jagdausübungsberechtigten, damit diese unterstützen können.
Kitzrettung HR Siebengebirge

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Jägerschaft Hergering Siebengebirge baut Engagement für Tierschutz und Naturschutz aus.

Die jährliche Mitgliederversammlung des Hegering Siebengebirge e.V. stand im Fokus wichtiger Themen für Tierschutz und Naturschutz und fand unter der Leitung von Susanne Wellmann, der Vorsitzenden des Hegerings, im Gasthaus Otto in Thomasberg statt. Die gut besuchte Mitgliederversammlung wurde musikalisch durch die stattliche Schar der Jagdhornbläser begleitet.
Ein besonderer Dank an die Jägerschaft kam von der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Bad Honnef, Katja Kramer-Dissmann, die besonders das Engagement der Jägerschaft zum Tierwohl, bei der Rehkitzrettung und der Hilfe der Jägerschaft beim Waldumbau und Naturschutz erwähnte.
Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tierschutz im Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises zum Schutz vor Tierseuchen war die geladene Gastrednerin. Ihr spannender Vortrag zu Staupe und Aujeszkysche Krankheit bei Wildtieren wie Fuchs, Waschbärund Wildschwein, beleuchtete Symptome, bertragungswege und Häufigkeit dieser Krankheiten. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Gefahr der Übertragung dieser Wildtierkrankheiten auf Hunde, Katzen und andere Haustiere gelenkt.
Des Weiteren wurde von der Vorsitzenden Susanne Wellmann das breite Engagement der Mitglieder im Naturschutz hervorgehoben, insbesondere in Bereichen wie Rehkitzrettung und der rollenden Waldschule.

Aus dem Kreise der Mitglieder wurde mit großer Sorge mitgeteilt, dass es zahlreiche Wildtierrisse, insbesondere bei Rehen und Rehkitzen gibt, die verendet aufgefunden werden. Für die bald beginnende Setzzeit der Wildtiere wurde auf die Leinenpflicht der Hunde hingewiesen.
Susanne Wellmann, berichtete stolz über das vielseitige Engagement der Mitglieder in verschiedenen Sparten, darunter Lernort Natur, Hundeausbildung, Jungjäger, Schießausbildung, Jagdhornbläsergruppen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Sie dankte den Obleuten für ihre hervorragende Arbeit. Besonders geehrt für ihre langjährige Arbeit für die Jägerschaft wurden Piet Meyer mit der Verdienstmedaille des Landesjagdverbandes in Silber und Horst Feldheiser mit der Verdienstmedaille des Deutschen Jagdverbandes in Bronze.Hubert Feldhaus, Stephan Oelpenich und Georg Zumsande wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft und Dr. Hanns G. Noppeney für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Durch das große Engagement im Hegering hat sich die Anzahl der Mitglieder sehr positiv entwickelt und liegt derzeit bei 309 Jägerinnen und Jägern. Der Anteil der Jägerinnen liegt bei 20 % und ist doppelt so hoch, wie im Landesjagdverband. Die Anwesenden wurden außerdem über die letzten Änderungen im Waffenrecht informiert.

Jochen Agte

Ehrungen für verdiente Mitglieder

Bläsergruppe

Vortrag zu Staupe und Aujeszkysche Krankheit - Silvia Berger

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Der Jagdschein – Wie man Jäger wird

In der Natur aktiv sein, Wildtiere beobachten und gesundes Fleisch essen – immer mehr Menschen interessieren sich für die Jagd. Doch die Jagd ist mehr als nur ein neues „Hobby“. Sie ist eine Lebenseinstellung, die das tägliche Denken und Handeln beeinflusst.

Junge Jäger auf der JagdDie Zahl der Jäger wächst seit Jahren. Ein Beweggrund ist für viele die Gewinnung von Wildbret aus freilebendem Wild. Wildbret ist für viele Jägerinnen und Jäger ein wichtiger Bestandteil der Nutzung des erlegten Wildes. Unter allen Beweggründen steht die Liebe zur Natur an erster Stelle.

Durch die Jagd ist man eng mit der Natur verbunden. Jägerinnen und Jäger nehmen ihre Umgebung mit anderen Augen wahr und benötigen umfangreiche Kenntnisse über Wildtiere und deren Lebensraum. Durch dieses Wissen trägt die Jägerschaft eine besondere Verantwortung für den Naturschutz. Jagen heißt nicht nur, Tiere zu töten. Mit dem Jagdrecht ist rechtlich die „Pflicht zur Hege“ verbunden. Das bedeutet, dass Jägerinnen und Jäger verantwortlich für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft sowie den Erhalt heimischer Wildtierbestände und ihrer Lebensräume sind. Sie haben zudem den gesetzlichen Auftrag, Wildschäden in Wald und Feld zu minimieren und bei der Prävention von Tierseuchen mitzuhelfen. Jagdliche Arbeiten im Revier sind etwa Wildäcker und Salzlecken anzulegen sowie Reflektoren an den Straßen zur Vermeidung von Wildunfällen anzubringen.

Die Jägerprüfung, die auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet wird, ist eine staatlich anerkannte Prüfung, die in drei Teile gegliedert ist: Die Schießprüfung, eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Den genauen Ablauf regeln die Prüfungsordnungen der Länder.

Voraussetzungen dafür sind ein Mindestalter von 15 Jahren, ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis sowie die geistige und körperliche Eignung. Die jagdliche Ausbildung findet über die Kreisjägerschaft Rhein Sieg e.V.  oder durch eine Jagdschule statt. Als Kursformen werden meist Abend-, Wochenend- und Intensivkurse angeboten. Die Inhalte der Ausbildung umfassen theoretische und praktische Themen rund um Wildbiologie, Jagdpraxis, Brauchtum, Waffenkunde, Wildbrethygiene und Jagdrecht. Außerdem wird der sichere Umgang mit der Waffe und die Schießfertigkeit trainiert.

Ist die Prüfung bestanden, geht es erst richtig los! Wichtig ist es schnell jagdlichen Anschluss zu finden, was am einfachsten durch die Mitgliedschaft in dem jeweiligen Landesjagdverband möglich ist. Wie beim Führerschein lernt man die Jagd erst richtig in der Praxis. In den ersten drei Jahren nach der Prüfung wird man unabhängig vom individuellen Alter als „Jungjäger“ bezeichnet.

Viele Informationen zum Erwerb des Jagdscheins bietet die DJV-Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“. Der Leitfaden für alle Jagdinteressierten liefert grundlegende Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerausbildung. Es wird ein Überblick über die unterschiedlichen Kursformen, theoretische und praktische Themen der Ausbildung und dem Ablauf der Jägerprüfung gegeben. Außerdem enthält sie Tipps für die benötigte Erstausstattung von Jungjägerinnen und Jungjägern sowie wichtige Adressen zum Thema Jagd. Die Broschüre kann kostenlos im DJV-Shop bestellt werden oder steht hier zum Download bereit.

Anna Maria Müller

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Hubertusmesse des Hegering Siebengebirge

Am vergangenen Sonntag, 5.11.2023, versammelten sich die Jäger des Hegerings Siebengebirge um die alljährliche Hubertusmesse zu feiern. Dieses traditionelle Ereignis, das dem Schutzpatron der Jäger, dem Heiligen Hubertus, gewidmet ist, lockte Jäger mit ihren Familien, Naturfreunde und Interessierte aus dem gesamten Siebengebirge an. Die Messe fand in der herbstlich und mit Hirschgeweih geschmückten Kulisse, begleitet von den Jagdhornbläsern des Hegerings, in St. Johann Baptist in Bad Honnef statt. Die Hubertusmesse hebt die enge Verbindung zwischen der Jagd und der Natur hervor. Bei der Messe wurden die Jäger des Hegering Siebengebirge von ihren Jagdhunden begleitet, welche unersetzliche Jagdhelfer sind. Hubertusmesse - Vierbeinige JagdhelferEine besondere Attraktion waren auch die vier Greifvögel (Habicht, Harris Hawk, Schleiereule und sibirischer Uhu), die das Ereignis bereicherten und die Schönheit der Tierwelt verdeutlichten.

Die Messe wurde von Pfarrer Torsten Kürbig zelebriert, der die Bedeutung der Jagd – und zwar am Beispiel des Heiligen Hubertus die maßvolle Jagd - als nachhaltige Form des Naturschutzes und der Tradition betonte. In seiner Predigt rief er zu einem respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur auf und betonte die Notwendigkeit, die heimische Tierwelt zu schützen. Pfarrer Kürbig segnete in der Messe die Jagdhunde und Greifvögel, um sie mit Gottes Segen vor Verletzungen und Unheil zu schützen. 

"Die Hubertusmesse des Hegering Siebengebirge ist nicht nur eine religiöse Feier, sondern auch eine Gelegenheit, unsere tiefe Verbundenheit mit der Natur, unsere Dankbarkeit für diese zum Ausdruck zu bringen, aber auch um unserer verstorbenen Mitglieder angemessen zu gedenken.", sagte Susanne Wellmann, Vorsitzende des Hegering Siebengebirge. "Wir schätzen die Schönheit unserer Umgebung und engagieren uns durch waidgerechte Jagd und Hege aktiv für den Erhalt, den Schutz und die Ausgewogenheit unserer heimischen Tierwelt. Diese Messe erinnert uns an unsere Verantwortung gegenüber der Natur." 

Die Hubertusmesse bot den Teilnehmern die Gelegenheit, ihre Leidenschaft für die Jagd und die Natur zu zeigen. Die Kombination aus Gottesdienst, den Jagdhornbläsern und der Begleitung durch die Hunde und Vögel macht die Hubertusmesse zu einem besonderen Erlebnis. 

Die Hubertusmesse des Hegering Siebengebirge bleibt ein wichtiges Ereignis in der Region und setzt ein Zeichen für die Erhaltung der Natur und die Pflege der Jagdtradition. Die Jäger und Naturfreunde in der Region freuen sich bereits auf die nächste Ausgabe im kommenden Jahr.Hubertusmesse - Wandlung

Jochen Agte

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Sozialwahl 2023 - Ergebnis

Alle Revierinhaber sind in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) pflichtversichert. Im Februar dieses Jahres haben wir alle Revierinhaber aufgerufen, an den im Mai 2023 stattfindenden Sozialwahlen teilzunehmen.

Viele sind dem Aufruf gefolgt, obwohl das Procedere sehr aufwändig war. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass meine Wahlunterlagen trotz Zusendung aller vollständiger Unterlagen erst nach mehrmaliger erneuter telefonischer Nachfrage zugeschickt wurden.

Inzwischen liegt das Ergebnis vor: Josef Schneider wird in den kommenden sechs Jahren die Interessen von Jagd und Jägern aus ganz Deutschland in der SVLFG vertreten. Weitere Infos und die Ergebnisse unter dem folgenden Link: https://www.jagdverband.de/sozialwahl-2023

Wenn Ihr auch keine Wahlunterlagen erhalten habt, meldet Euch bitte per Email bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Der DJV sammelt die Rückmeldungen, um sich mit der SVLFG in Verbindung zu setzen und weitere Schritte abzuwägen.

Anna Maria Müller

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Mitgliederversammlung 2023

Am 11.3.20023 fand im Franz Unterstell Saal in Königswinter-Thomasberg die Mitgliederversammlung des Hegering Siebengebirge statt. Unter den fast 80 TeilnehmerInnen waren die Ehrengäste Peter Profittlich, stv. Bürgermeister aus Bad Honnef, Werner Stieber, Geschäftsführer des VVS und die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Elisabeth Trimborn. Als Referent für den Fachvortrag über invasive Arten von Pflanzen und Tieren hielt Thomas Deckert einen sehr informativen und detaillierten Vortrag.

Die Vorsitzende Susanne Wellmann führte routiniert durch die Mitgliederversammlung und informierte die Mitglieder des Hegerings über die thematisch breit aufgestellte Arbeit der Obleute und lobte dabei insbesondere das Engagement in der Rehkitzrettung, die im Jahr 2022 fast 50 Rehe mit Drohnen vor dem Mähtod gerettet haben und die Integration der Jäger, die gerade erst ihren Jagdschein gemacht haben.

Musikalisch begleitet wurde die Mitgliederversammlung von den zahlreichen Bläsern, die jeweils die passenden Jagdsignale spielten.
Ehrennadeln wurden vergeben an Peter Brassel, 50 Jahre Mitglied und Uwe Müller, 40 Jahre Mitglied, in Abwesenheit an Joachim Grosser (60 Jahre Mitglied), Werner Bellinghausen (50Jahre), Eberhard Bitters, Manfred Vohwinkel, Dieter Wielpütz (40 Jahre Mitgliedschaft); Thomas Klasen, Walter Klein und Guido Schlimbach (25 Mitgliedschaft).

Äußerst betroffen zeigte sich die Vorsitzende nach dem Amoklauf in Hamburg, bei dem ein mit psychischen Problemen belasteter Täter acht Mitglieder einer kirchlichen Gemeinde getötet hat. Unverständlich erscheint, dass trotz Hinweisen auf die psychische Erkrankung und erfolgter polizeilicher Kontrolle bei dem Täter die schreckliche Tat nicht verhindert werden konnte.

Als neues Mitglied des Vorstandes wurde Sascha Hüsing als Schriftführer gewählt, der die Aufgabe von Dr. Bernd Zimmermann übernimmt. Die Aufgabe des Presse Obmannes übernimmt Jochen Agte. Der Vorstand bedankt sich bei Bernd Zimmermann für seine langjährige und äußerst engagierte Arbeit im Vorstand. 

Jochen Agte

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