Seit nunmehr 10 Jahren beobachten wir wie die ASP über das Baltikum kommend, sich immer weiter nördlich und westlich ausgebreitet hat. Zum Teil mit unwissentlicher Unterstützung von Jägerinnen und Jägern oder auch über mitgebrachte Verpflegung der LKW-Fahrer aus den betroffenen Gebieten, die das Virus entlang der Autobahnrouten weiterverteilten.
Am 29. November 2024 ist nun am Rhein bei Boppard ein totes Wildschwein angeschwemmt worden, welches positiv auf die ASP getestet wurde. Da dies als sogenannter „Schwimmeintrag“ angesehen wird, werden keine Sperrzonen errichtet.
Die Afrikanische Schweinepest wird durch ein Asfi-Virus hervorgerufen, das zu den behüllten Viren gehört. Das Virus überlebt in der Umwelt: bis zu 70 Tagen im Blut (Raumtemperatur), bis zu 18 Monaten im gekühlten Blut. In Lebensmittel: bis zu 30 Tage in Salami, bis zu 6 (!) Jahren in tiefgekühltem Schweinefleisch. Zum Übertragen des Virus genügt 1 Tropfen Blut.
Das Ministerium hat zur ASP nun ein Informationsschreiben verfasst, welches von uns via E-Mail an unsere Mitglieder weitergeleitet wurde. Wir bitten um Beachtung und um größtmögliche Hygienemaßnahmen bei den derzeitigen Gesellschaftsjagden. Eine Liste von Desinfektionsmitteln gibt es hier: https://www.desinfektion-dvg.de/dvg-desinfektionsmittellisten/tierhaltung (Spalte 7b)
Empfohlen wird die Kontamination von Jagdausrüstung, Jagdhunden, Autos etc. mit Blut zu vermeiden. Die Hände nach Kontakt zu toten Wildschweinen vor Verlassen des Reviers zu waschen und zu desinfizieren. Die Verwendung von Einmalhandschuhen sollte obligatorisch sein. Die Kleidung sollte nach Kontakt zu toten Wildschweinen gewechselt und mit mindestens 60 ° C mit Waschpulver gewaschen werden.
Bei der empfohlenen Temperatur sollten nicht nur die Viren nicht überleben, sondern auch die Kleidung nicht. 😉
Schuhwerk vor dem Verlassen des Reviers wechseln, reinigen und desinfizieren. Fahrzeuge = Waschanlage. Insbesondere Kontaminationen mit Blut sollten unbedingt sorgfältig entfernt werden.
Zudem gab es am 10. Dezember 2024 eine Zoom Infoveranstaltung des Rheinisch Bergischen Kreises, des Oberbergischen Kreises und des Rhein Sieg Kreises für Revierinhaber. Die 146 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten eine sehr gute und informative Veranstaltung. Es wurden verschiedene Maßnahmen vorgestellt und um die aktive Mitarbeit der Jägerinnen und Jäger geworben. Ohne uns geht es nicht. Revierinhaber werden gebeten bereits jetzt eine Revierkarte vorzubereiten, mit den folgenden Infos: Tageseinstände des Schwarzwildes, Wechselverhalten / Fernwechsel, Suhlen, Feuchtgebiete, Bäche, Flache Gewässer, Kirrungen.
Sollte es zu einem Ausbruch der ASP in einem der Gebiete kommen, wird die Wildtierseuchen- Vorsorge- Gesellschaft mbH von der zuständigen Behörde mit den entsprechenden Maßnahmen wie das Betreiben einer Einsatz- und Kadaversammelstelle, die Kadaversuche, Kadaverbergung mit Beprobung, Zaunbau und Zaunüberwachung in der Kernzone beauftragt werden. In der Kernzone, in der dann Jagdruhe herrscht, wird der Einsatz von Saufängen als eine von vielen besonderen jagdlichen Maßnahmen erfolgen. Dazu wird es besonders geschulte Jagdeinheiten ASP geben, die bisher aus Landesbediensteten bestehen.
Einen Ausbruch der ASP gefolgt von Sperrzonen hier im Rhein Sieg Kreis können und wollen wir unter allen Umständen vermeiden, daher gilt es weiterhin die Sauen scharf und erfolgreich zu bejagen.
Anna Maria Müller












Die Zahl der Jäger wächst seit Jahren. Ein Beweggrund ist für viele die Gewinnung von Wildbret aus freilebendem Wild. Wildbret ist für viele Jägerinnen und Jäger ein wichtiger Bestandteil der Nutzung des erlegten Wildes. Unter allen Beweggründen steht die Liebe zur Natur an erster Stelle.
Eine besondere Attraktion waren auch die vier Greifvögel (Habicht, Harris Hawk, Schleiereule und sibirischer Uhu), die das Ereignis bereicherten und die Schönheit der Tierwelt verdeutlichten. 
Ehrennadeln wurden vergeben an Peter Brassel, 50 Jahre Mitglied und Uwe Müller, 40 Jahre Mitglied, in Abwesenheit an Joachim Grosser (60 Jahre Mitglied), Werner Bellinghausen (50Jahre), Eberhard Bitters, Manfred Vohwinkel, Dieter Wielpütz (40 Jahre Mitgliedschaft); Thomas Klasen, Walter Klein und Guido Schlimbach (25 Mitgliedschaft).